Blütenendfäule bei Tomaten: Warum sie entsteht und was du jetzt tun kannst
- Angelika Dyllong
- 8. Juli
- 2 Min. Lesezeit

Blütenendfäule gehört zu den häufigsten Problemen bei Tomaten und wirkt im ersten Moment oft schlimmer, als sie ist. Plötzlich zeigt sich am Fruchtende eine dunkle, eingesunkene Stelle, und viele fragen sich sofort, ob die ganze Pflanze krank ist. Meist steckt aber keine Pilzkrankheit dahinter, sondern eine Störung in der Versorgung der Früchte.
Typisch ist, dass die Blütenendfäule vor allem an den ersten Früchten oder bei starkem Wetterumschwung auftritt. Besonders oft passiert das bei unregelmäßigem Gießen, großen Hitzeperioden oder wenn die Pflanze unter starkem Stress steht. Auch ein Ungleichgewicht bei der Nährstoffversorgung kann die Ursache sein.
Woran du Blütenendfäule erkennst
Die typischen Anzeichen sind gut zu erkennen:
Dunkle, braune bis schwarze Stelle am unteren Fruchtende.
Die Stelle ist versunken und wirkt ledrig.
Die Frucht wächst zwar weiter, bleibt aber beschädigt.
Oft sind mehrere Früchte derselben Pflanze betroffen.
Wichtig ist: Die betroffenen Früchte sind nicht mehr zu retten, aber die Pflanze selbst kann sich oft noch gut erholen.
Mögliche Ursachen
Blütenendfäule hat meist mehrere Auslöser, die zusammenwirken. Einer der häufigsten ist unregelmäßiges Gießen. Wenn der Boden mal zu trocken und dann wieder zu nass ist, kann die Pflanze Calcium nicht gleichmäßig in die Früchte transportieren.
Weitere Ursachen sind:
Zu wenig Calcium im Boden.
Zu viel Stickstoffdünger.
Überdüngung mit Kalium oder Magnesium.
Zu kleine Töpfe oder zu wenig Wurzelraum.
Hitzestress und starke Verdünnung.
Sehr hohe Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus.
Ein zu saurer Boden.
Oft ist es auch nicht nur eine einzelne Fehlerschuld, sondern eine Kombination aus Wasserstress, Nährstoffungleichgewicht und starkem Wachstum.
Was du jetzt tun kannst
Wenn du Blütenendfäule entdeckst, ist es wichtig, ruhig zu bleiben und die Bedingungen zu verbessern.
Gießen Sie gleichmäßig und nicht nur oberflächlich.
Vermeide starke Trockenphasen.
Mulchen Sie den Boden, damit die Feuchtigkeit länger erhalten bleibt.
Dünge nicht zu stark, vor allem nicht mit Stickstoff.
Prüfen Sie bei Topfpflanzen, ob das Gefäß groß genug ist.
Sorge an heißen Tagen für etwas Entlastung durch Schattierung.
Bereits befallene Früchte sollten Sie entfernen, damit die Pflanze ihre Kraft in gesunden Früchten steckt. Neue Früchte können sich unter besseren Bedingungen als normal entwickeln.
So beugst du vor
Am besten lässt sich Blütenendfäule durch stabile Pflege verhindern. Tomaten mögen keine Extreme. Sie brauchen weder knochentrockene Erde noch ständiges Übergießen.
Hilfreich sind:
klassisches, tiefes Gießen,
ein nährstoffreicher, aber nicht überdüngter Boden,
Genügend Abstand zwischen den Pflanzen,
ausreichend große Pflanzgefäße,
Mulch gegen Verdunstung,
ein möglichst konstanter Standort.
Gerade bei historischen Tomatensorten lohnt sich ein genauer Blick, weil die Früchte oft unterschiedlich empfindlich reagieren. Wer seine Pflanzen gut beobachtet, erkennt Probleme meist früh genug.
Tipp "Zum Mitnehmen"
Blütenendfäule ist ein Warnsignal der Pflanze, kein Grund zur Panik. Sie zeigt dir, dass Wasser, Nährstoffe oder Standortbedingungen nicht ganz im Gleichgewicht sind.
Wenn du gleichmäßig gießt, Stress vermeidest und auf eine gute Versorgung achtest, kannst du das Problem meist deutlich reduzieren. So bleiben deine Tomaten nicht nur schöner, sondern auch gesünder und ertragreicher.



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