Wie die Tomaten mich gefunden haben
- Angelika Dyllong
- 7. Mai
- 1 Min. Lesezeit

Es war kein Plan. Kein Gartenbuch, das mich inspiriert hat, keine Grossmutter mit grünem Daumen, der ich nacheifern wollte. Es war ein einziges Bild in einer Tageszeitung.
Der Artikel rief dazu auf, die Balkone in den Städten zu begrünen. Was mich stoppte, war nicht der Text – es war das Foto dazu. Darauf zu sehen: nicht die üblichen runden, roten Tomaten aus dem Supermarkt, sondern gelbe, grüne, schwarze. Früchte, von denen ich bis dahin nicht einmal wusste, dass es sie gibt.
Das war der Moment. Nicht dramatisch, nicht geplant – aber rückblickend der Beginn von etwas, das mich seither jedes Jahr aufs Neue beschäftigt und begeistert.
Über 3500 verschiedene Tomatensorten – in allen Farben, Formen und Grössen. Das wusste ich damals nicht. Heute weiss ich es. Und ich bin noch lange nicht fertig damit, sie auszuprobieren.
Was mich an alten Sorten sofort fasziniert hat: Sie sind unkomplizierter als ihr Ruf. Keine Heizkästen, keine Spezialerde, kein Gewächshaus. Nur ein Topf, ein sonniger Platz und etwas Geduld. Und dafür belohnen sie grosszügig – mit Früchten, die so schmecken, wie Tomaten schmecken sollten.
Aus dieser Begeisterung ist mit der Zeit ein Ratgeber entstanden – kompakt, ehrlich und aus echter Erfahrung. Für alle, die es auch versuchen möchten. Ob mit Balkon oder Garten, ob Anfänger oder mit etwas Erfahrung.
Die Saison hat begonnen. Es ist die beste Zeit, anzufangen.



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