Mitten drin statt nur dabei – wie es bei mir gerade aussieht
- Angelika Dyllong
- 7. Mai
- 1 Min. Lesezeit

Dieses Jahr habe ich mir etwas geschenkt: die Anzucht. Die Setzlinge kommen vom Gärtner, und ich bereue es kein bisschen. Dafür ist auf dem Balkon und im Hochbeet gerade einiges los – Salat und Schnittlauch sind eingezogen, Zwiebeln und Knoblauch gesteckt, und die Tomaten stehen tagsüber draussen, damit sie sich an Licht und Luft gewöhnen und stark werden.
Nachts kommen sie wieder rein. Die Eisheiligen stehen bevor – und wer einmal erlebt hat, was eine Nacht unter fünf Grad mit einer jungen Tomatenpflanze macht, der lacht nicht mehr darüber. Die blaue Kiste auf dem letzten Bild ist meine mobile Lösung: raus, rein, raus, rein. Bis Mitte Mai.
Meine Planung zeigt vor allem eines: meine Hoffnung. Ob ich alles so umsetze wie skizziert – eher selten. Aber die wichtigen Dinge halte ich immer fest.
Ein verregneter Sommer, ein zu kalter Frühling, ein früher Frost – das landet im Gartenjournal. Genauso wie die Standorte: weil manche Sorten an einem bestimmten Platz einfach besser gedeihen als anderswo. Das weiss man nach einem Jahr noch nicht. Nach fünf Jahren schon.
Was ich mit den Jahren gesammelt habe, sind nicht nur Erfahrungswerte. Es sind auch Erinnerungen. An die Ananas Noir, die im Hitzesommer so gross wurde wie nie zuvor. An die Königin der Nacht, die ich zum ersten Mal fast zu früh geerntet hätte. An all die kleinen Momente, in denen man merkt: Das hier macht man nicht nur wegen der Tomaten.
Die Saison hat begonnen. Der Tomaten-Dschungel auch.



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